Purple Rising, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Purple Rising
Datum, Uhrzeit: 29.06.2019 | 22:00
Location: NetUSE-Bühne
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Live-Bericht
Eingefleischte Deep Purple Fans flippen aus bei „Woman from Tokyo“ oder „Child in Time“. Aber man muss nicht gleich eine teure Konzertkarte kaufen, wenn es um den Musikgenuss geht. Purple Rising kommt dem Original ziemlich nahe.

Schade war, dass die kernige Stimme des Sängers Michael Baum nur zu erahnen war. Leider wurde sie durch den Sound der Instrumente überschallt. Und man muss ehrlich bleiben – an Ian Gillan kommt keiner ran.

Und zum souveränen Deep-Purple-Kosmos gehört natürlich auch der Ausbruch voller Leidenschaft am Keyboard – gespielt von Andreas König.

Das Puplikum grölte und antwortete mit aufbrandendem Geschrei. Immerhin gab es bei „Oooooo, ooooooo“ und „Aaaahh aaah haaahh“ (Child in Time) keine Textschwierigkeiten.

Da ich jedoch das Ende nicht mehr mitbekommen habe, traue ich mich zu schreiben, dass wohl zum Schluss „Smoke on the Water“ gespielt wurde. Spätestens jetzt war mit Sicherheit das Publikum textsicher.

Purple Rising verstehen es musikalisch wie auch optisch ein Konzert zu einem Erlebnis zu machen!

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REAmade, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: REAmade
Datum, Uhrzeit: 29.06.2019 | 17:00
Location: Pirat-World-Bühne
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Live-Bericht
„Das Leben ist schön – mach was draus!“

Eine nicht mehr ganz so neue Band erobert die Herzen auf der Kieler Woche.

Es war am 23.09.2016 beim 35. Dt. Seeschifffahrtstag. Da sahen wir mit einer kleinen Handvoll Menschen die Band zum ersten Mal. Der Sound war schon damals „un-facking-fassbar“!

In der Zwischenzeit haben sich REAmade als Tribute-Band von Rea Garvey längst emporgespielt. Sie feierten mit dem Publikum vor der Pirat-World-Bühne eine Rock-Pop-Party, die viele neue Fans mitgerissen hat. Es war nicht nur eine akustische Wohlfühlzone, sondern auch ein Reigen an Gefühligkeiten. Marc mischte sich unter die Menschenmenge, sang mit ihnen, umarmte und verteilte Wangenküsschen. Dass die Feierlaune damit seinen Höhepunkt erreichte ist klar.

Eine fonstark aufspielende Band mit zwei Gitarristen sowie Bassist, Schlagzeuger und Keyboarder unterstützen diesen Kurs im „volle Kraft voraus“-Modus.

Viele im Publikum sind textsicher und singen mit. Animierende „Heys“ und „La-Lalalas“ helfen nicht nur bei „Wild Love“ ein Teil des Chores zu werden. Eine Menge der Songs handeln von Herz und Schmerz, vom Verlieben und Verlassen – irgendwie kann sich jeder darin wiederfinden.

Die Show ging viel zu schnell zu Ende, doch die Fans, die Energie von „RAEmade“ und die geschaffene Magie zur diesjährigen Kieler Woche ist geblieben.


Und sowohl Kreativpur als auch der Bühnenhopper haben sich sehr über die Herzlichkeit von Marc Wolf gefreut.

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Col Frozen & the wise men’s Groove, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Col Frozen &
the wise men’s Groove
Datum, Uhrzeit: 28.06.2019 | 18:30
Location: NetUSE-Bühne
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Live-Bericht
Was soll ich denn über Colonel Frozen (Barni Söhnel) schreiben? Da läuft man doch Gefahr sich lächerlich zu machen. Mehr als 30 Jahre Musikerfahrung – Songschreiber, Sänger, Produzent, Moderator usw. Ich wage es trotzdem!

Heute Abend zeigte uns seine Band, dass es für richtig gute, selbstgemachte Musik doch noch Hoffnung gibt. Wo sich viele andere nur oberflächlich an Themen abarbeiten, die schon ausgelutscht sind, spielt die Band mit Texten, mit denen sie wirklich etwas zu sagen hat.

Ein Alter Ego mit rauchiger Stimme im stimmlichen Zusammenspiel mit Andrè Bode lässt einen die Augen schließen und bei „Three Steps In Time“ oder „Still In Love“ sich wiegen wie im Wind. Die Musik – ein Arrangement aus Westcoast, Blues und Rock kommt kühl um die Ecke und endet im Feuersturm durch die Gitarre von André Bode.

Alles in allem eine absolut hochgradig professionelle Performance, die richtig Spaß und auch Lust auf mehr macht.

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True Collins, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: True Collins
Datum, Uhrzeit: 27.06.2019 | 22:00
Location: NetUSE-Bühne
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Live-Bericht
„Sie sind zurück auf der NetUSE-Bühne“

Langsam wird es schwierig unsere eigenen Rezensionen zu übertreffen. Und wie allen schon bekannt, ist „True Collins“ seit vielen Jahren Stammgast bei der Kieler Woche.

Ihren Auftritt auf der NDR-Bühne 2018 haben wir ihnen redlich gegönnt. Und dennoch sind sie ihren Fans treu geblieben und an den alten Standort auf der NetUSE-Bühne zurückgekehrt. Auch wenn so manche Party-Band auf der Kieler Woche die Massen anlockt, haben „True Collins“ den Vorteil, dass die Massen schon da sind, bevor die Band überhaupt anfängt zu spielen. Die eingefleischten Phil Collins Fans sind eben eine Familie.

Gleich zu Beginn der Show springt Tom Ludwig (Lead Vocals) bis an den Rand der Bühne und reist seine Arme zum Willkommensgruß auf. Die Freunde über die vielen Fans steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Es geht los und wie immer beginnt das Bühnenprogramm mit „Mama“. Es folgen unzählige Hits und eine tolle Bühnenshow. Die Show-Einlage mit dem Song „Easy Lover“, ein kleiner Flirt von Tom Ludwig zusammen mit Jörg Feser (Bass) galt unserem Team-Mitglied und langjährigem Fan KREATIVPUR.

Zurück in der Band ist Donovan Aston, der sein Handwerk am Keyboard perfekt beherrscht. Neu und unbekannt ist uns Ralf Oehmichen an der Gitarre. Alle zusammen vollbrachten wieder eine spielerische Meisterleistung, abgerundet von dem absolut identischen Phil-Collins-Drummer-Double Erik Schüssler.

Für uns gibt es nur eine Tribute-Band für Phil Collins und Genesis – nämlich „TRUE COLLINS“! Wir freuen uns auf die Kieler Woche 2020!

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Big Band der Bundeswehr feat. Klaus Lage, KiWO 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Big Band der Bundeswehr
feat. Klaus Lage
Datum, Uhrzeit: 27.06.2019 | 19:00
Location: Rathausbühne
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Live-Bericht
Viele Musiker in weißen Hosen und weißen Hemden mit goldglänzenden Abzeichen auf den Schultern betreten die Bühne und nehmen ihre Plätze ein. Ein schönes Bild und ich beschreibe hier gerade die Trompeter, die Saxofonisten, und die Rhythmusgruppe der Big Band der Bundeswehr. Durch den Abend führte uns als charmanter Gastgeber und Bandleader der Big Band der Bundeswehr Oberstleutnant Timor Oliver Chadik.

Wer nun der Meinung ist, die Big Band wäre ein Ding für die Marschmusik, irrt gewaltig. Seit den 70ern ist dieses Klischee schon lange tot. Es war ein Programm für Jedermann – egal ob Swing, Jazz, Pop oder Rock. Gespickt war das Programm von vielen Soloauftritten der einzelnen Musiker.
Gänsehaut überkam einen als die Titelmusik zum Film „ROCKY“ angespielt wurde und in einem Rausch der Blasinstrumente über den Platz schallte. Unterbrochen wurde der Titel mit einem Solo von Ralph Winter (Drums) und Martin Eßer (Percussion).

Als besonderen Gast durfte das Publikum Klaus Lage begrüßen. Er füllte das Programm mit Skizzen eines bewegten Lebens und Anekdoten zur Entstehung seiner Lieder. Seine unverwechselbare Stimme und die neu arrangierten, aber doch bekannt gebliebenen Songs im Zusammenspiel mit der Big Band schlugen ein wie immer. Viele auf dem Platz waren Textsicher und sangen zu den Songs wie „Monopolie“, „Die absolute Frau in meinen Augen“ oder „Ich bleib diesen Sommer zu Haus“ lauthals mit. Der Abend mit Klaus Lage hat einfach „Zoom“ gemacht!

Es folgten Hits auf Hits und als Showeinlage traten die drei Solisten (Susan Albers, Jemma Endersby, Marco Paulo Matias) im ersten Teil mit einer erstklassigen Performance aus dem Musical „Moulin Rouge“ auf. Mit extravaganten Kostümen und Songs wie „Diamonds are a girl’s best friend“ oder „Gitchie, gitchie, ya-ya, da-da (eigentlich Lady Marmalade) holten sie das Publikum aus der Reserve. Im zweiten Teil ging es flott weiter mit Glitzer aus den 70er Jahren und Songs der „The Jackson 5“. Die Begeisterung war groß und den Abschluss bildete ein energiegeladenes Medley aus Power-Songs wie „Chöre“ oder „Auf uns“. Bei „Hey Jude“ sang zur Freude aller Akteure der ganze Rathausplatz.

Ein Abend der Superlative mit Musik für alle Generationen!

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Rolling Banquet, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Rolling Banquet
Datum, Uhrzeit: 27.06.2019 | 17:00
Location: Pirat-World-Bühne
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Live-Bericht
Klasse Musikauswahl mit dem authentischen Rock und Blues der Rolling Stones. So präsentieren sich „Rolling Banquet“ auf der Pirat-World-Bühne zur Kieler Woche 2019.

Bisher war noch keine Coverband für die Rolling Stones vor meiner Linse. Ich war ziemlich neugierig, denn Mick Jagger ist eine Persönlichkeit für sich und man hat doch im Kopf so seine eigenen Bilder.

Wer einen Auftritt von „Rolling Banquet“ besucht, bekommt eine typische Coverband-Show. Die Band rollt und rollt – ist vital, energiegeladen und strotzend vor Spiellaune.

Das typische Farbkonzept in der Garderobe fehlte leider für das Auge.

Der Sänger der Band übernimmt die Rolle als Entertainer und versucht sich in Körperhaltung wie auch in den Sprints auf den Boxen oder inmitten des Publikums sicher über die Rampe zu bringen. Seine Laufbereitschaft ist hoch, aber das Zappeln kann keiner als nur Mick Jagger selbst.

Wem die Stones nicht nur ein Showact sind, sondern ein Moment der Biografie, kann sich beim Auftritt von „Rolling Banquet“ ein kleines Stück melancholischer Erinnerung mit nach Hause nehmen.

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Sons & Preachers, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Sons & Preachers
Datum, Uhrzeit: 24.06.2019 | 19:30
Location: Woderkant-Festival-Bühne
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Live-Bericht
Die Kieler Band Sons & Preachers, bestehend aus Yonatan Pandelaki
(Hammond, Keys, Gesang), Tobias Lemberger (E-Gitarre,
Gesang), Myriam Lemberger (Gesang), Volker Starr
(Schlagzeug), hatten ihren Auftritt auf der Woderkant-Festival-Bühne.

Trotz der unbeschreiblichen, für die Kieler Woche untypischen Hitze von 30 Grad im Schatten, haben sich überraschend viele Besucher vor der Bühne eingefunden.

Die Mischung aus blues-basiertem Rock mit etwas Funk und Soul zeichnet diese Band aus und wurde auch vom Publikum positiv angenommen. Yonatan und Myriam haben eine brillante dunkle Soul-Stimme. Tobias verschmilzt mit seiner Gitarre und lässt sein Instrument auch sprechen. Dann erinnert es an einen nicht enden wollenden Redeschwall und offenbart dabei eine ganze Phalanx von Gefühlen. Volker hatte leider als Drummer einen ungünstigen Platz. Man hörte, aber sah in kaum.

Noch fehlen der Band Sons & Preachers die bewusst eingenommenen Rockstar-Attitüden. Es ist ihnen aber zu wünschen, dass sie am Fortgang der Musikgeschichte teilnehmen können. Mit dem Song „Blackstone“ könnten sie eine Grenze überschreiten.

Ich wünsche der Band einen rasanten Aufstieg!

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8. Kieler Woche Blues-Nacht, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: 8. Kieler Woche Blues Nacht
Datum, Uhrzeit: 24.06.2019 | 20:00
Location: Rathausbühne
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Live-Bericht
Was für ein Auftakt bei der 8. Kieler Woche Blues Nacht. Alle Künstler spielten zu Beginn gemeinsam auf der Bühne. Ein Wow-Moment der Extraklasse.

Kann man etwas Neues sagen über Georg Schroeter und seine unverwechselbare Blues-Stimme? Man kann! Seine Stimme hatte an diesem Abend gesangliche Begleitung von seiner bezaubernden Tochter. Der Stolz eines Vaters war im sichtlich ins Gesicht geschrieben.

Und ihn kennt auch jeder Blues-Fan: Marc Breitfelder – „die Mundharmonika“! Er begeisterte wieder mit seiner virtuosen und einmaligen Spieltechnik.

Fließend folgte im Programm Magda Piskorczyk mit ihrer tiefen, reifen, schwarzen Stimme. Begleitet wurde sie an den Drums von Andreas Bock und am Keyboard von Niels van der Leyen. Was man hörte und was man sah kann man in etwa so umschreiben: „Eine schwarze Sängerin in einem weißen Kostüm.“

Mit einem flotten Übergang im musikalischen Reigen steigerte sich die Stimmung auf dem Rathausplatz mit Chris Kramer & Beatbox‘n Blues. Das Trio schenkte dem Publikum eine instrumentale Traumreise und phasenweise spürte man die elektrisierte Luft, die von der Bühne her wehte. Ob Mundharmonika, Beatbox-Solo oder ein emotional geladener Gitarrist – ein Trio mit einer unglaublichen Aussagekraft.

Georg Schroeter, Mister Firehand (Daniel Balazs) und Nils von der Leyen zeigten mit einer Showeinlage, was sich mit weißen und schwarzen Tasten so alles machen lässt. Es war herzerfrischend wie diese drei sich ein Tasten-Wechsel-Dich-Rennen lieferten. Der Spiel-Spaß stand allen ins Gesicht geschrieben und das Publikum auf dem Rathausplatz feuerte dazu noch an.

Nach den Tasten folgten die Saiten einer Gitarre. Was für eine virtuose Gitarrentechnik und dieser eindrucksvolle Gesang von Dave Goodman. Um das Ganze musikalisch noch abzurunden war da noch der Percussion-Man Martin Röttger alias Groove-Minister. Ihr Zusammenspiel war sowohl meisterhaft wie auch kraftvoll.

Jumping Matt und die letzte von vier Stunden habe ich leider nicht mehr beiwohnen können. Aber ich könnte wetten, dass der Abend um 24 Uhr so endete wie er begonnen hatte.

Die Kieler Woche Blues Nacht steckte voller Highlights. Der Abend brachte auflebenden Wind vor die Rathausbühne und machte dem altehrwürdigen Blues-Genre gehörig Beine. Moderiert wurde der Abend übrigens von HaGe Schlemminger.

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BALLROOM BLITZ, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: BALLROOM BLITZ
Datum, Uhrzeit: 23.06.2019 | 22:00
Location: NetUSE-Bühne
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Live-Bericht
Die Bühne ist noch dunkel und statt kreischender Frauenstimmen ertönt es von jung gebliebenen Fans: „We want SWEET!“

Das Licht geht an und das Publikum wird in die 70er Jahre zurückgeschleudert. Da stehen sie – die Glamrocker „BALLROOM BLITZ“. Schrill sind ihre Klamotten mit Schlaghosen und Plateauschuhen – und fast hätten auch die Fönfrisuren funktioniert, wenn da nicht zwei Perücken gewesen wäre.

Präsentiert wurden ausnahmslos alle großen Hits wie „Hutschi-gacka-oh“ (eigentlich „Ho-chi-ka-ka-ho“, der Refrain von COCO) bis „Love is like Oxygen“.
Natürlich war es absurd, wenn bald 70jährige im Publikum von der Teenage-Rampage singen. Aber scheiß-egal – Laune macht es trotzdem!

BALLROMM BLITZ, eigentlich Lemmy, Klatty, Koky, Mickey und Dirk haben es geschafft das Publikum vor der NetUSE-Bühne glückselig zu machen. Und sie haben auf Facebook versprochen, dass sie 2020 wieder zur Kieler Woche kommen werden.

Dann heißt es wieder „Wig-Wam-Bam“!

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Simple Minded, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Simple Minded
Datum, Uhrzeit: 23.06.2019 | 19:30
Location: NetUSE-Bühne
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Live-Bericht
„Someone Somewhere (In Summertime)“

Simple Minded, eine Scottish Tribute Band von Simple Minds, spielten auf der NetUSE-Bühne zur Kieler Woche 2019.

Gleich beim Opener „Waterfront“ versprühten sie das 80er Feeling auf dem Vorplatz. George Porter holte uns mit seiner unverwechselbaren Stimme ab und fasziniert von den ersten bis zu den letzten Tönen. Ebenso wie Jim Kerr präsentierte sich George Porter als gestenreich agierender Frontmann. Jedoch fehlt ihm noch die theatralische Note. Es fällt ihm leicht, immer wieder den Kontakt zu den Zuhörern herzustellen.

Das durch Schlagzeuger Paul Carnegie und Stevie Mason am Bass komplettierte Quartett wird ergänzt durch Tastenmann Stuart Clyde. Einen absoluten Show-Effekt hatte man durch Archie Dickson an seiner Gitarre. Die Band harmoniert und ist gut aufgebaut, sie verzichten auf spektakuläre Effekte, setzen aber immer wieder eine atmosphärische Note.

Ich und viele andere vor der Bühne spürte den Spirit der früheren Simple Minds und somit endete das Konzert gemeinsam mit dem Publikum bei „Alive And Kicking“.

„Don’t You“ forget about Kiel!


Simple Minded, a Scottish tribute band from Simple Minds, played on the NetUSE stage for the Kieler Woche 2019.

Right at the opener „Waterfront“ they sprayed the 80s feeling on the forecourt. George Porter picked us up with his unmistakable voice and fascinated from the first to the last notes. Just like Jim Kerr, George Porter presented himself as a gesticulating frontman. However, he still lacks the theatrical note. It is easy for him to make contact with the audience again and again.

Completed by drummer Paul Carnegie and Stevie Mason on the bass quartet is complemented by key man Stuart Clyde. An absolute show effect was achieved by Archie Dickson on his guitar. The band harmonizes and is well structured, they do without spectacular effects, but always set an atmospheric note.

Me and many others in front of the stage felt the spirit of the former Simple Minds and thus ended the concert together with the audience at „Alive And Kicking“.

„Don’t you“ forget about Kiel!

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SOULTRAIN, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: SOULTRAIN
Datum, Uhrzeit: 22.06.2019 | 21:30
Location: Rathausbühne
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Live-Bericht
Hut und Sonnenbrille dabei?

Mit Dan Aykroyd und John Belushi schrieben als die beiden Blues Brothers Jake und Elwood Film- und Musikgeschichte. Heute Abend lieferte die Truppe von „SOULTRAIN“ einen authentischen Blues-Brothers-Sound ab, mit knackiger Gitarre, wummenden Basslinien und mitreißenden Bläsersätzen. Stimmlich begleitet wurden die beiden Sänger von den Soulsisters.

Die Bühnenpräsenz war so geladen, dass das Auge gar nicht wusste, wann soll ich mal Pause machen. Egal ob der Titel „Everybody Needs Somebody“, „Soul Man“ oder „Sweet Home Chicago“ spielte – es war ständig das übliche Gezappel der Bluesbrothers auf der Bühne zu sehen. Unbeschreiblich – und noch nie so gehört – war der Song „Knock On Wood“ als Polkaversion. Hierbei wurde vor der Bühne mitgewippt, geklatscht und getanzt. Niemand konnte der Musik und der Show widerstehen.

In der vordersten Reihe im Publikum stand wohl der jüngste Blues Brother am heutigen Abend. Er wurde entdeckt und durfte seinen Abend auf der Bühne erleben. Selbst bei einer Tanzeinlage durfte er die Soulsisters kräftig unterstützen.

Es war eine rasante und begeisternde Show, die dem Publikum vor der Rathausbühne zur Kieler Woche geboten wurde.

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Cassandra Steen, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Cassandra Steen
Datum, Uhrzeit: 22.06.2019 | 19:45
Location: Rathausbühne
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Live-Bericht
Auf der Rathausbühne zur Kieler Woche startet nach dem Anglasen der erste Show-Act mit Cassandra Steen – kein Playback, einfach nur ihre kraftvolle Stimme mit sehr viel Gefühl.

Mit viel Kontakt zum Publikum regte sie zum Nachdenken an. Aber nicht nur das! Die Herzen gingen auf als sie aus der Zeit mit der Gruppe Glashaus den Song „Wenn das Liebe ist“ anfing zu singen.
Ihr Repertoire der Songs handelte von mutig sein und aus seinem Leben etwas zu machen – einfach wunderschöne Balladen.

Das Publikum war hin und weg und bei „…ich baue eine Stadt für dich…“ sangen alle mit.

Es war ein bezaubernder Auftakt auf dem Rathausplatz.

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Marios Westernhagen Tribute, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Marios Westernhagen Tribute
Datum, Uhrzeit: 22.06.2019 | 17:00
Location: Pirat-World-Bühne
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Live-Bericht
Fünf Musiker, die neben ihrer Liebe zum Sound des Superstars aus Düsseldorf die Grenzen zwischen Original und Tribute verschwinden lassen.

Es rockt auf der Pirat-World-Bühne und bei den Hits wie „sexy“, „wieder hier“ oder „es geht mir gut“ wurde das Publikum auf eine Reise durch die Alben von Marius Müller-Westernhagen mitgenommen.
Es wurde nicht nur mitgenommen – die eingefleischten Fans ließen sich „willenlos“ mitreißen.

Durch die verblüffende Ähnlichkeit der Stimme konnten die Fans bei der lockeren Atmosphäre nicht ruhig stehen bleiben. Es wurde getanzt und mitgesungen. Es war eine energiegeladene Live-Show.

Und? – Mit Pfefferminz bist du mein Prinz!

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THUNDERMOTHER, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: THUNDERMOTHER
Datum, Uhrzeit: 21.06.2019 | 21:00 |
Location: Radio BOB! Rockcamp
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Live-Bericht
Die schwedische Hard Rock Combo THUNDERMOTHER rockt auf der Bühne was das Zeug hält. Die unzähligen Fans sind total von der Rolle – vor allem die männlichen.

Mit ihrem erstklassigen Songmaterial wie „Survival Song“, „We fight for Rock’n Roll“ oder“Wan’t Back Down“ wurde man mit klassischem Hard-Rock voll zugedröhnt. Hüpfen, Springen, Headbanging und Gröhlen waren angesagt.

Wer THUNDERMOTHER zum ersten Mal hört kann den Einfluss à la AC/DC nicht überhören. Auf jeden Fall sind die Songs effektiv und attraktiv, wurden gekonnt gespielt und vor allem von Guernica Mancini toll gesungen. Das heizte die Meute natürlich noch mehr ein.

Das Bad von Filippa Nässil in der Menschenmenge mit ihrem dreckigen Gitarrensound lösste ein sturmentbranntes Geschrei aus.

WOW – was für Weiber!

Ach ja – Besuch gab es auch auf der Bühne. Brösel (Rötger Feldmann) und Abi Wallenstein sorgten jeweils für eine kleine Showeinlage.

So einen Abend wünscht man sich auf der Kieler Woche!

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KENSINGTON ROAD, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: KENSINGTON ROAD
Datum, Uhrzeit: 21.06.2019 | 19:30 |
Location: Radio BOB! Rockcamp
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Live-Bericht
Cool bleiben? Die Füße stillhalten? Geht nicht, wenn man auf eine Band stößt, die noch mit handgemachter Musik punkten kann.

Die Berliner Band „Kensington-Road“ lässt nicht auf sich warten und fängt gleich mit brachialer Lautstärke an. Viele sind gleich angefixt vom authentischen Sound der Band, welche ganz ohne Schnickschnack auskommt. Unverfälschter Rock mit einigen Anklängen an Punkt und House – jedenfalls habe ich das so empfunden.

Der Beifall steigerte sich von Song zu Song und immer mehr Besucher versammelten sich auf dem Rasen vor der Bühne. Vielleicht konnten sie nicht jeden auf der Kieler Woche mit ihrer fetzigen Musik und den gelegentlich etwas schrillen Klängen erwärmen, aber die Fans vor der Bühne flippten aus.

„Kensingten-Road“ hat eben seinen eigenen, unverwechselbaren Stil, mit welchem sie gekonnt eine Brücke zum Publikum schlägt.

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The Twist Brothers, KiWo 2019, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: The Twist Brothers
Datum, Uhrzeit: 21.06.2019 | 15:00 |
Location: Pirat-World-Bühne
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„Lets Twist Again“

Buddy Holly, Little Richard und Elvis Presley machten die neue, aufregende Musik und das damit verbundene Lebensgefühl schnell bekannt. Und der sexy Charme der 60s lebt weiter. Das Rebellen-Image machte den Startschuss zum Soundcheck auf der Kieler Woche 2019.

Aber die Bandmitglieder heißen nicht Boddy oder Richard. Es sind Sebastian Fuchs (Gitarre und Gesang), Martin Ross (Klavier, Gitarre und Gesang), Nils Jastorff (Bass) und Peer Rahlf (Schlagzeug und Gesang).

Davon abgesehen, dass es nachmittags war und der Platz vor der Bühne so gut wie leer, fetzten die Jungs den einzigartigen Sound einer rebellischen Jungend.
Aber nicht nur die alt bekannten Songs wurden gerockt, sondern auch erstaunlicher Weise die Hits von Roxette „She got the look“ oder von AHA „Take on me“ klangen im Stil der 60er von der Bühne herab.

Zwei Stunden versuchten The Twist Brothers das Publikum einzuheizen und zum Tanzen zu bewegen. An der Band lag es nicht – sie können es – es war nicht die richtige Tageszeit.

Unser Tip für die Zukunft an das Publikum:
„Leute zieht euch den Petticoat oder die Lederjacke an, singt mit und tanzt!“

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Aufbauarbeiten sind voll im Gange

Bevor es am 21.06.2019 mit dem Soundcheck los geht, gibt es noch viel zu tun. Der Aufbau der größten Veranstaltung im Norden hat begonnen.

Ehe man durch die Bühnen beschallt oder von den Attraktionen verzaubert wird, muss ein logistischer Aufwand betrieben werden. In dieser Woche ist der offizielle Startschuss und an allen Enden und Ecken klopfen und schrauben die fleißigen Mitarbeiter.

Aufmerksamen Bürgern dürften die regen Aktivitäten in allen Straßen und Gassen aufgefallen sein. Die ersten LKWs rollten an und lieferten Material für die Buden und Bühnen. Unzählige Mitarbeiter arbeiten am raschen Aufbau auf dem Rathausplatz. Der Rathausplatz und die Kiellinie gleichen einer Großbaustelle und aus Sicherheitsgründen sollte man besser einen Umweg nehmen. Stangen, Bretter oder umherliegende Kabel führen leicht zu einer Stolperfalle. Quer stehende LKWs führen in eine Sackgasse und man muss entweder wenden oder unten hindurchkrabbeln (vom letzteren ist abzuraten).

Erstaunlich, dass in wenigen Stunden davon nichts mehr zu sehen ist.

Vielen Dank an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen!
„IHR MACHT EINEN TOLLEN JOB!“

Nebenbei lässt sich auch noch so manches entdecken:

Eine Fahne im Wind

Laut Definition ist eine Fahne ein ein- oder mehrfarbiges Stück Tuch. In der Realität jedoch weit mehr als das.

Ursprünglich als Orientierungspunkt für Soldaten eingesetzt, kristallisierte sich die Fahne schnell zu mehr als nur einem militärischen Werkzeug heraus. So wurde die Fahne viel mehr zu einem Symbol. Einem Symbol für Ehre und Treue. Diese Wirkung zeigt eine Fahne auch heute noch. Häufig präsentieren sie Länder- oder Städtesymbole, welche stolz an wichtigen Standorten präsentiert werden.

Doch die Funktionsweise von Fahnen wird heute für weitaus mehr Zwecke genutzt. So zum Beispiel als farblicher Schmuck zur Kieler Woche 2019.
Die ganze Welt schaut in der kommenden Woche auf ein Großereignis wie die Kieler Woche, so sollten die Fahnen immer und überall zu sehen sein.

Und die diesjährigen, bunten Fahnen wurden heute gehisst.

KLEINKunst ganz groß

Unter den 125 Besonderheiten der 125. Kieler Woche feiern in diesem Jahr auch talentierte Kleinkünstler ihre Feuertaufe an der Förde. Zum Beispiel Bloody Mary, die singende und plaudernde Tomate – garantiert gentechnik- und langeweilefrei! Mit ihrer Ukulele und unterhaltsamen Anekdoten über das Tomaten-Dasein verzaubert sie ihr Publikum auf ganzer Staude. Außerdem sorgen erstmals die sympathisch-frechen Comedy-Stewardessen für First-Class-Service vom Check-in bis zum Landeanflug. Mit Gesang und unwiderstehlicher Lebensfreude begleitet diese Crew ihre Zuschauerinnen und Zuschauer mit Schallgeschwindigkeit in den humoristischen Himmel.

Kleinkunst-Fans müssen im Jubiläumsjahr des Segel- und Sommerfestivals natürlich nicht auf Publikumslieblinge verzichten: Ferngesteuert schlängelt sich Jochen, der Elefant wieder auf seinem Dreirad durch die Besucherbeine und sorgt mit seinen flotten Sprüchen für gute Laune.

Den besten Überblick über das größte Sommerfestival im Norden Europas hat auch in diesem Jahr der Kieler-Woche-Matrose auf seinen Stelzen. Wer ihn trotz einer Körpergröße von stattlichen drei Metern noch nicht gesehen hat, bemerkt ihn spätestens, wenn er sein Nebelhorn zückt. Dann nimmt er seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine wilde Fahrt durch angebliche Abenteuer auf allen zwölf Kontinenten und sieben mal sieben Weltmeeren.
Auf Stelzen unterwegs sind auch die Artistinnen und Artisten von Corpus Titanium. Verkleidet als farbenfrohe Drachen mit einer Flügelspannbreite von über vier Metern sorgen sie für große Augen im Publikum.

Musikalisch wird es auch in diesem Jahr mit den beliebten Schlick-Schippern. Die Besatzung des kleinsten Shanty-Chors der Welt besteht aus einem Kapitän, einem Leichtmatrosen und einer Schiffsratte. Sie kreuzen in einem Nachbau einer Gaffeljolle über die Kieler Woche und unterhalten ihre Zuschauerinnen und Zuschauer mit kreativen Liedern und Comedy.

Einen abwechslungsreichen Mix aus Jonglage, Akrobatik, Improvisation und Comedy bieten die Künstlerinnen und Künstler von Kiel Artist. Sie treten während der gesamten Kieler Woche täglich von 14 bis 19 Uhr auf kleinen Bühnen zwischen dem Holstenplatz und der Blücherbrücke auf. Das vielfältige Programm reicht von eindrucksvollen Feuershows über erstaunliche Zaubertricks bis hin zu atemberaubender Akrobatik. Erstmals zeigen die Artistinnen und Artisten jeden Abend um 19.30 Uhr die besten Kurzauftritte des Tages in einer stimmungsvollen Abschluss-Show im Kiel-Artist-Zelt auf der Schlaumachwiese neben dem Aquarium an der Kiellinie.

Auch diese Künstlerinnen und Künstler zeigen in diesem Jahr ihre Talente auf der Kieler Woche: Der britische Jongleur Andy Snatch, das Ensemble des Stelzentheaters Skaramouche, der Wortakrobat Georg Linde als Härr Georg, der Diabolo-Jongleur DJuggledy, Jay Toor als Giselle la Pearl mit ihrer frechen Slapstick-Straßenshow, Allround-Talent Nicole Bäumer als Lucy Lou mit ihrem Partner Kammann, der Jongleur Herr Konrad mit seinem Hochrad, die drei Matrosen des Theaters Pikante, die Stelzenkünstler des Zebra Stelzentheaters, die musikalische Rattengang RaTaTa des Theaters PasParTouT, Vorarbeiter Heinz und sein Azubi Achim – Pico Bellos lustige Stadtreiniger, der Zauberer Hironimus, die Jonglage-Künstler Mike und Mike von Opus Furore, die Improvisationskünstler des Wasdas-AktionsTheaters ‚Intermezzo‘ und die beliebten weißen Statuen der Wasdas-StatuenGalerie.

Keine Frage: In der 125. Kieler Woche wird Kleinkunst großgeschrieben!