Glasperlenspiel, KiWo 2018, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Glasperlenspiel
Datum, Uhrzeit: 18.06.2018, 19:00 |
Location: R.SH-Bühne |
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Live-Bericht
Glasperlenspiel, das erste Mal auf der KiWo

Protest? Glasperlenspiel waren schön öfter in Kiel? Ja das stimmt, doch es war das erste Mal ohne Regen von oben. Pünktlich zum Opener wurden Schirme und Plastikcapes eingepackt und das größtenteils junge Publikum konnte das Elektropop-Duo mit Sängerin Carolin Niemczyk und Keyboarder Daniel Grunenberg samt vierköpfiger Live-Band teils frenetisch kreischend begrüßen.

Mit dem Song „Willkommen zurück“ und den Worten „Wir haben euch so vermisst“ kam familiäres Zuhausefeeling auf. Carolin Niemczyk suchte den Kontakt zu ihren begeisterten Fans. So wagte sie auch das trockene Bad in der Menge und sang zusammen mit den gefühlten 10.000 „Echt“ aus dem Bühnengraben heraus. Das Publikum mochte das. Auch beim speziellen „Two Step Glasperlenspiel Flashmob“ – zwei rechts, zwei links – waren fast alle aktiv dabei.

Die Show war perfekt. Die wechselnden Bühnenbilder faszinierend. Die Band mit Backgroundsängerin Silvia Dias , Gitarrist Nico Schliemann, Bassist Markus Vieweg und Schlagzeuger Bene Neuner harmonierten prächtig.

In dem gut 1,5 Stunden langen Konzert spielten Glasperlenspiel viele Songs ihres neuen Albums „Licht und Schatten“. Lieder mit einfachen Melodien und Texte mit garantiertem „Ja das kenne ich auch“-Gefühl. Als Zugabe durfte das „Geile Leben“ in einer Maxi-Version nicht fehlen.

Fazit. Ein schönes, fröhliches Konzert mit vielen glücklichen, jungen Menschen. Und niemand hat den Regen vermisst.

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Child in Time, KiWo 2018, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Child in Time
Datum, Uhrzeit: 17.06.2018, 20:00 |
Location: NetUSE-Bühne |
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Live-Bericht
Und wo war eigentlich der Highwaystar?

Die Band „Child in Time“, war schon kurz vor dem Aus, nachdem im vergangenen Jahr 2 Mitglieder die Band verließen. Aber es fand sich glücklicherweise „Ersatz“.

Neu in der Band sind Bassist Jan Ufo Becker und Keyboarder Christian Muuß. Zum ursprünglichen 70er-Sound gehört nun seine, schon von Jon Lord bespielte, 40 Jahre alte Hammond Orgel, deren herrlicher, unverwechselbarer Klang mit neuzeitlicher Elektronik unerreichbar scheint.

Das Konzert begann fast pünktlich vor nur halbleeren Rängen. Das lag aber an „Deutschland – Mexiko“ und im Nachhinein betrachtet, hätten viele der Abwesenden bestimmt mehr davon gehabt, sich guten Hard Rock reinzutun.

Ohne Anlaufzeit wurde das Publikum in die Deep Purple-Ära versetzt. Da war er wieder, der volle Rock-Sound, die Stimmgewalt von Sänger Arne Danklefsen, die Gitarrentiraden des Matthias „Matze“ Orlitz, die wuchtigen Beats von Drummer Nils Krüger, ganz links sitzend Christian Muuß, der fürs Schweben zuständig war und schließlich Bassist Jan Ufo Becker, der den ganzen „Laden“ zusammenhielt. In etwas über einer Stunde präsentierten „Child in Time“ einen rockigen Reigen aus vergangenen, nicht tot zu kriegenden Jahren

Und dann waren da noch die Leute vor der NetUSE-Bühne, die bestens gelaunt mitsangen und tanzten. Und Kopfschütteln galt hierbei als Zustimmung.

Etwas verwundert waren Band und Publikum durch das vom Veranstalter vorgegebene abrupte Ende. Diese Party hätte ganz sicher noch weitergehen können. Vermutlich aus Protest darüber wurde in der Zugabe dann hauptsächlich geledzeppelint.

Fazit: Ein schöner, zu kurzer Konzertabend. Ohne Highwaystar.

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Ö-Band, KiWo 2018, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Ö-Band
Datum, Uhrzeit: 16.06.2018, 21:30 |
Location: Rathausbühne |
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Live-Bericht
Mensch Herbert

Der Name der Band wirkt ein bisschen sperrig. Und „Ö“ ist nicht etwa dem Namen GrÖnemeyer entliehen, sondern ist vielmehr eine Anspielung auf das 1988 erschienene Album „Ö“ des „Bochumer“ Superstars. Echte Fans wissen das und davon gab es an diesem Abend vor der Rathausbühne eine ganze Menge.

Mit „Mensch“ fing alles an und es folgten 2 Stunden Musik aus über 30 Jahre Grönemeyerscher Musikgeschichte.

Die 6-köpfige Band aus Hannover waren von Beginn an mit Freude und bester Stimmung im Einsatz und verwandelten den Rathausplatz mit prächtigem Sound in eine Partymeile. Sänger Matthias Liebetruth sprang gestenreich über die Rathausbühne, war permanent in Bewegung, suchte ständig den spielerischen Kontakt zu seinen Bandkollegen und dem gut gelaunten Publikum – ein toller Vokalist und prima Entertainer.

Für alle „Nuschelfans“ waren „Ö“ ein wirklich faszinierender Showact. Wozu das Original, wenn die „Fälschung“ doch so gut ist? Und „Ö“ im nächsten Jahr gerne wieder.

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Coverpiraten, KiWo 2018, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: Coverpiraten
Datum, Uhrzeit: 16.06.2018, 21:00 |
Location: Pirate-World-Bühne |
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Live-Bericht
Ein Haufen musikalischer Piraten

Das Musikrepertoire war wie eine Reise in einer Jukebox der Hits aus den vergangenen 40 Jahren. Gut gelaunt und stimmungsgeladen agierte die 6-köpfige Band „Coverpiraten“ von Bord der Pirate-World-Bühne aus mit einem verwegenen Plan vor Augen:

In Handumdrehen den gut gefüllten Vorplatz zu entern und anstatt Beute zu machen, beste Partylaune zum Schunkeln, Tanzen und Mitsingen zu verbreiten. Der Plan ging auf und so wurde das Publikum Sklave der mehrstündigen Show. Captain Hook und seine blonde Piratenbraut hatten alle im Griff.

Die Coverpiraten sind ein echter Gewinn für den Asmus-Bremer-Platz, das „Piratendorf“ ist ein gutes Konzept von Tom Witt. Und vielleicht gibt es dann im nächsten Jahr auch ein echtes Bühnenschiff.

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MEDDLE, KiWo 2018, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: MEDDLE
Datum, Uhrzeit: 15.06.2018, 21:30 |
Location: Rathausbühne |
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Live-Bericht
Dark side of the Bühne!

Vermutlich hätte der Pink Floyd-Tribute-Abend noch weit über Mitternach hinausgehen können. Das Repertoire der Band „MEDDLE“ schien grenzenlos. Die etwas kindliche Freude von Bandleader Michael Stockschläger, das meist fachkundige, reifere Kieler Publikum 2,5 Stunden lang mit Songs von den 70ern bis in die Neuzeit zu fesseln, war bis zur letzten Reihe spürbar.

Detailfanatische Floyd-Fans hatten ihren Spaß beim inneren Vergleich mit dem Original. Das war Covern vom Feinsten, jedoch auch mit Platz für Phasen individueller Interpretationen. Auf der Rathausbühne standen acht exzellente Musiker und SängerInnen, denen man die Liebe zur Musik der „Meister“ mitreißend abnahm.

Im ersten Teil des Konzertes gab es eine Art „Best of“, wo „Another brick in the wall“ nicht fehlen durfte. Danach ging es zur „Dark Side of the moon“, in der sich die zwei Sängerinnen endlich kräftig in Szene setzen konnten. Szenenapplaus. Bravo.

Meddle wirkten auf der Bühne ein wenig symphatisch schüchtern – oder ist es Understatement? Dazu passt, dass die meisten Künstler oft im Dunkeln standen. Dort sollte man zukünftig aufhellen; Rampenlicht für alle. Keiner von denen braucht sich verstecken.

Und abschließend? Na klar, Zugabe. Einen haben wir noch. Was fehlt? Genau. Und bei „Wish you where here“ zeigte sich das Kieler Publikum absolut text- und gesangssicher und so schmetterte man gemeinsam die Hymne am Ende eines fantastischen Konzertabends.

Aber „Wish you where here“ war auch die klare Kieler Aufforderung, Meddle im nächsten Jahr wiedersehen zu wollen.

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SASHA, KiWo 2018, Livebericht

 

Gruppe, Interpret: SASHA
Datum, Uhrzeit: 15.06.2018, 19:00 |
Location: R.SH-Bühne |
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Sasha, wie immer

Gefühlt ist er Stammgast auf der Kieler Woche. Und das ist prima so. Sasha macht Spaß und war der richtige Start zum Soundcheck der Kieler Woche auf der R.SH-Bühne an der Hörn.

Bei prächtigem Sommerwetter präsentierte Sasha einige seiner Songs von der neuen CD „Schlüsselkinder“. Sasha erfindet sich immer mal wieder neu und so kam er nunmehr mit deutschen Texten auf die Bühne. Die Lieder aber erschienen vertraut und gingen schnell ins Ohr und in die Beine. Die Liedthemen trafen den Nerv des Publikums. Die Melodien sind frisch und haben Groove.

Nicht fehlen durften Hits aus vergangenen Jahren. Etwas erschrocken wirkte Sasha bei dem Gedanken, dass „If You Believe“ nun schon 20 Jahre alt ist. Aber auch der Teil des Publikums, der damals den Song im Kinderwagen gehört haben muss, sang den Refrain lautstark mit.

Und was gab es noch: Sasha ebnete musikalisch den Weg zu einem Heiratsantrag. Nur wenige Augenblick später gab Marco das Zeichen, dass dessen Liebste „Ja“ gesagt hat. Und dann war da noch Melvin, ein 15-jähriger Drummer aus dem Publikum, der seinen Spaß hatte, zusammen mit Sasha und seiner Band den Beatles-Klassiker „Come together„ getrommelt zu haben. Melvin ist der heimliche Held des Abends.

Leider war das Konzert schon nach einer Stunde zu Ende – liegt es am Alter, Alter :-). Aber glücklicherweise wissen wir, Sasha kommt wieder. Und dann stellen wir fest: Alles verändert sich, aber mit uns wird es immer wie immer sein.

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